WAS IST EIN HOMÖOPATH?
Die Homöopathie sieht den Patienten als eine Einheit aus Psyche und Körper.
Der Homöopath ist in erster Linie ein Arzt mit einer medizinisch-chirurgischen Ausbildung, der Abstand nimmt von den Einschränkungen der Schulmedizin, um neue Methoden zur besseren Behandlung seiner Patienten zu suchen.
Da es in Italien keine Homöopathieausbildung gibt, müssen tausende von Ärzten Sonderausbildungen absolvieren, um andere Therapiemethoden kennen zu lernen und diese je nach Bedürfnissen der Patienten in einer herkömmlichen Behandlung zu integrieren. Diese Ausbildungen dauern durchschnittlich drei Jahre und werden zwar in Italien nicht offiziell anerkannt, aber sind in Europa sehr beliebt.
Ein Termin bei einem Homöopathen dauert mindestens eine Stunde. Dabei untersucht der Arzt den Patienten gründlich und stellt ihm zahlreiche Fragen, um das für seine Beschwerden bestmögliche Arzneimittel zu bestimmen bzw. um festzulegen, um welchen „Typ“ es sich handelt.
In der Homöopathie gibt es nämlich verschiedene „Typen“ von Menschen, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Symptome, Charakterzüge und ihrer emotionalen Veranlagung für eine bestimmte Art von Krankheit und Beschwerde anfällig sind.
Für den Homöopathen steht somit das Verständnis des Patienten im Vordergrund, um für die resultierende Krankheit eine maßgeschneiderte Therapie zur Behebung der Ursachen der Beschwerden zu erstellen.
Da der Homöopath den Typ bzw. das „Milieu“ der genetischen Veranlagung ermittelt, auf dem sich die Symptome manifestieren, behandelt er nicht nur die gegenwärtige Krankheit, sondern er greift auch im ganzheitlichen Dasein des Individuums ein. Dabei stärkt er dessen „Milieu“ und sorgt damit für wirksame Vorbeugung.