STILLZEIT
STILLZEIT
Unter Hypogalaktie verstehen wir unzureichende Milchproduktion während der Stillzeit und unter Agalaktie das Aussetzen der Milchsekretion. Beides kann sowohl in der Anfangsphase nach der Geburt als auch in den darauf folgenden Monaten eintreten. In solchen Fällen verkürzt sich der Abstand zwischen einer Milchmahlzeit und der anderen, der Säugling ist nervös, weint oft und nimmt nicht an Gewicht zu.
Agalaktie ist auf körperliche Faktoren wie Hypophyseninsuffizienz, vorübergehende akute Krankheiten oder psychisch bedingte Störungen wie Angst, Stress und zu starke Empfindungen zurück zu führen.
Praktische Tipps: Ruhe und gesundere Ernährung. Geeignet sind z.B. Gersten- oder Linsensuppe, Weizensprossen und Fisch. Verschiedene Tees wie z.B. Fenchel, Anis, echtes Eisenkraut, Geißraute (Galega officinalis) und Malz regen die Milchsekretion an. Wenn das Kind weniger als 3-4 Monate alt ist, sollte man versuchen, es weiterhin zu stillen.
SEBORRHOISCHE DERMATITIS
Es handelt sich um eine für Säuglinge typische Erscheinung, die normalerweise in den ersten Lebenswochen auftritt. Dabei entstehen fettige, gelbliche Hautschuppen, die sich vor allem auf der Kopfhaut, aber auch an anderen erröteten Stellen bilden.
Die Ursachen sind nicht eindeutig bekannt. Oft rührt dieses Ekzem von Lebensmittelunverträglichkeit gegen Milch oder Laktose her.
Praktische Tipps: Versuchen Sie, die Schuppen zu entfernen, indem Sie die Kopfhaut mit in Wasser gelösten Badeölen waschen, die Haare sanft mit einem dichten Kamm mit abgerundeten Zähnen durchkämmen oder die Kopfhaut mit lauwarmem Oliven- oder Mandelöl einreiben und es die ganze Nacht einwirken lassen. Falls die Schuppen sich ausbreiten und mit Blähungen einhergehen, ist es ratsam, dass die Mutter Milchprodukte oder andere allergisierende Nahrungsmittel meidet. Als Ersatzmilch sollten Mandelmilch oder hypoallergene Milch eingesetzt werden.
ABSTILLEN: BESCHWERDEN DES KINDES UND DER MUTTER
In dieser Phase stellt die Mutter das Stillen langsam ein und führt neue Nahrungsmittel in die Ernährung des Babys ein. Es handelt sich um eine physiologisch und psychologisch wichtige Phase in der Entwicklung des Kindes.
Babys können dabei Beschwerden aufweisen, die auf ein noch nicht vollständig ausgebildetes Verdauungssystem zurückzuführen sind. Die Mutter kann Beschwerden in der Brust entwickeln, da sich in den Milchdrüsen Milch anstauen kann, wodurch es zu einer Entzündung oder Infektion der Brust (Mastitis) kommen kann.
Praktische Tipps: Die Einführung der Nahrungsmittel sollte schrittweise erfolgen, damit sich das Kind an die neuen Geschmackssorten gewöhnen kann. Die Mutter könnte 1 – 2 Mal pro Tag Milch abpumpen.