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DAS LOACKER REMEDIA-DORF IN INDIEN

Farmacisti in aiuto Das Seebeben im Indischen Ozean von Dezember 2004 war eine der schlimmsten Naturkatastrophen unserer Zeit. Das Epizentrum wurde vor der nordwestlichen Küste Sumatras in Indonesien lokalisiert. Das Beben brachte Hunderttausende Opfer auf direkte bzw. indirekte Weise - also durch den dadurch verursachten Tsunami von 2004 – mit sich. Unmittelbar nach dem Beben suchte eine Reihe an riesigen Wellen in jenen Tagen die Küsten der am Indischen Ozean liegenden Länder heim, wobei Tausende Menschen das Leben verloren.

Durch seine geografische Position gehört Tamil Nadu zu den indischen Ländern, die am härtesten vom Tsunami getroffen wurde. Neben den unzähligen Toten wurde auch die gesamte Wirtschaft eines Landes zerstört, das ohnehin schon mit Armut, Analphabetentum und Mangel an grundlegenden Infrastrukturen zu kämpfen hatte.

Farmacisti in aiutoEin Großteil der Geldmengen, die nach dem Desaster ins Land kamen, ging in den unzähligen bürokratischen Verfahren eines Landes unter, das stark von administrativen Kontrollen gekennzeichnet ist, oder floss in Aufträge, die von kriminellen Organisationen kontrolliert bzw. nicht zu Ende gebracht wurden. Vor allem aus diesen Gründen zogen sich der Wiederaufbau und der wirtschaftliche Aufschwung so lange hinaus, wobei heute noch – also Jahre später – Zeichen der vergangenen Begebenheiten sichtbar sind.

Dank der Unterstützung vor Ort von Namastè Wings to Fly und der Hilfe von Loacker Remedia, die zur Realisierung des Projektes beigetragen hat, konnte „Farmacisti in aiuto“ in drei Jahren im Staat Tamil Nudu an der Küste südwestlich von Indien ein Dorf mit 25 kleinen Häusern für die vom Tsunami betroffenen Familien aufbauen.

Empfänger
Farmacisti in aiutoDas Dorf von Kattuvila liegt einen Kilometer vom Meer entfernt im Bezirk Kanyakumari, im Süden Indiens. 2002 gab die indische Regierung einer Gruppe von 25 Familien von Dalits, Nachfahren der indischen Ureinwohner, die als „Unberührbare“ aus dem Kastensystem oft ausgeschlossenen sind, ein Grundstück von etwa hundertzwanzig Quadratmetern. Darauf hatten die Einwohner Kattuvilas Hütten aus Schlamm und Blättern errichtet, keine Familie konnte ein Haus aus Mauern bauen.
Durch den Tsunami von 2004 wurde die gesamte ohnehin schwache Wirtschaft dieser Familien zerstört. Ihre Arbeit bestand grundsätzlich in der Herstellung von Fischernetzen aus Kokosfasern, doch nachdem der Tsunami Großteil der Fischerboote zerstörte, brauchten sie keine Netze mehr und denjenigen, die noch ein Boot besaßen, spendeten die Hilfsorganisationen neue Nylonnetze. Mit einem Schlag wurde die gesamte Wirtschaft dieser Menschen zerstört, da selbst geflochtene Fischernetze nunmehr überflüssig waren.

Farmacisti in aiuto
Mit Hilfe unseres Partners Namastè Wings to Fly und durch die Unterstützung von Loacker Remedia konnte „Farmacisti in aiuto” 25 Familien helfen, wobei zuerst jenen unter die Arme gegriffen wurden, die sich in einer schlimmeren wirtschaftlichen Not befanden bzw. die ältere Menschen, Kranke oder sehr kleine Kinder zu Lasten hatten.




Kosten, Gebäudearten und künftige Investitionen
Die Häuser für das Dorf von Kattuvila wurden für zwei- bis fünfköpfige Familien geplant. Während sie außen alle gelb, hellblau oder ziegelrot sind, bestehen sie innen aus Eingang, Schlafzimmer und Küche. Die Elektroanlagen entsprechen den gesetzlichen Bestimmungen und die Küche verfügt über eine Spüle aus Stahl und fließendes Wasser. Die Bäder befinden sich auf Wunsch der Bewohner vorwiegend aus hygienischen Gründen außerhalb des Hauses. Die Dachrinnen sind so gebaut, dass sie das Regenwasser ausreichend auffangen können. Die Kosten für ein derartiges Haus belaufen sich auf 2000 Euro. Mit dem Bau des 25. Hauses wurde das Projekt abgeschlossen.

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